Stressmedizin und ‑therapie

Die Anfor­de­rungen an die meisten Menschen sind in den letzten Jahrzehnten gewachsen, viele fühlen sich perma­nent unter Druck. Chroni­scher Stress kann sowohl aus psychi­schen Belas­tungen wie etwa perma­nentem Termin­druck, Fremd­be­stim­mung oder unbewäl­tigten emotio­nalen Problemen als auch aus körper­li­chen Stres­soren wie zum Beispiel Nahrungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­keiten, chroni­schen Infek­tionen oder häufigen Unter­zu­cke­rungen (Hypogly­kä­mien) resul­tieren. Äußere Stress­fak­toren werden i. d. R. durch innere Stress­ver­stärker inten­si­viert: Sich ständig zu überfor­dern, immer alles perfekt und allen Recht machen zu wollen und die eigenen Bedürf­nisse zurück­zu­stellen – das ist unser persön­li­cher Anteil am Stress­ge­schehen.

Durch die erhöhte Freiset­zung von Cortisol und anderen Stress­hor­monen fällt es uns unter Umständen irgend­wann schwer, überhaupt noch zu einem normalen Ruhe-Niveau zurück­zu­kehren. Gesund­heits­stö­rungen von Migräne, Depres­sion und Burnout über Reizdarm, Aller­gien und Diabetes bis hin zu Rücken­schmerzen, Tinnitus und Bluthoch­druck können bei lang anhal­tender Stress­be­las­tung die Folge sein. Insbe­son­dere Frauen in den Wechsel­jahren, die unter Ungleich­ge­wichten der Geschlechts­hor­mone leiden, reagieren in dieser Lebens­phase beson­ders heftig auf Stress, etwa mit Gewichts­zu­nahme und Schlaf­stö­rungen. Sie sind in beson­derem Maß auf eine gute Stress­re­gu­la­tion angewiesen.

Thera­pie­ziel ist, aktivie­rende und dämpfende Nerven­im­pulse wieder ins Gleich­ge­wicht zu bringen und den Zustand dauernder innerer Anspan­nung zu beenden. Aus der Medizin­for­schung ist inzwi­schen bekannt, dass die Fähig­keit eines Menschen, mit belas­tenden Lebens­um­ständen erfolg­reich umzugehen, also seine indivi­du­elle Resilienz, verän­derbar und steigerbar ist.

Mein Beratungs- und Thera­pie­an­gebot bei chroni­scher Stress­be­las­tung berück­sich­tigt körper­liche und psychi­sche Aspekte:

  • Der Nährstoff­ver­brauch bei Stress ist deutlich erhöht; eine gute Versor­gung mit Mineral­stoffen, Spuren­ele­menten und Vitaminen (wie etwa  Magne­sium, B‑Vitamine, Vitamin C, Vitamin D3 etc.) ist essen­tiell.
  • Bestimmte pflanz­liche und antient­zünd­liche Substanzen können den Organismus in Stress­phasen entlasten.
  • Laborana­lysen zeigen das Ausmaß der Stress­be­las­tung und welche Hormone und Neuro­trans­mitter (Boten­stoffe) im Ungleich­ge­wicht sind. Die Behand­lung u. a. mit Amino­säuren, den Vorstufen der Neuro­trans­mitter, unter­stützt auf natür­liche Weise die Neuro­re­gu­la­tion.
  • Schlaf­dauer und ‑qualität, die bei chroni­schem Stress oftmals beein­träch­tigt sind, haben immense Bedeu­tung für die körper­liche und seelisch-mentale Regene­ra­tion.
  • Auf psychi­scher Ebene ist entschei­dend, ob wir uns als Opfer äußerer Umstände oder als selbst­wirksam und kompe­tent im Umgang mit Heraus­for­de­rungen wahrnehmen. Ich biete eine Kurzzeit-Gesprächs­the­rapie an, die Sie dazu nutzen können, sich Ihre persön­li­chen Stress­fak­toren bewusst zu machen und diese abzubauen. Auch leite ich Sie auf Wunsch in Autogenem Training an.