Ganzheitliche Hormontherapie

Um hormo­nelle Ungleich­ge­wichte zu regulieren, sind starke Hormon­me­di­ka­mente in den aller­meisten Fällen nicht die beste Verord­nung, weil sie auf Dauer mehr Schaden als Nutzen anrichten können. Die Natur­heil­kunde dagegen bietet mit ihrem Ernäh­rungs- und Nährstoff­wissen, Phyto-Thera­peu­tika (Heilpflanzen-Arzneien) und homöo­pa­thisch dosierten bioiden­ti­schen Hormon­cremes ein umfang­rei­ches Reper­toire an Behand­lungs­mög­lich­keiten, um das endokrine System wirksam, aber sanft zu beein­flussen. Letzteres ist gerade bei der Hormon­sub­sti­tu­tion extrem wichtig: In feinstoff­li­cher (homöo­pa­thi­scher) Dosie­rung entspre­chend den natür­lich (physio­lo­gisch) im Körper vorkom­menden Mengen können bioiden­ti­sche Hormone Störungen beheben, ohne die körper­ei­gene Produk­tion zum Erliegen zu bringen. Bioiden­ti­sche Hormone sind – im Gegen­satz zu synthe­ti­schen Hormonen – in ihrer moleku­laren Struktur exakt wie die körper­ei­genen Hormone aufge­baut. Verab­reicht als homöo­pa­thi­sche Hormon­cremes, haben sie darüber hinaus den Vorteil, dass sie nicht erst den Umweg über den Magen­darm­trakt nehmen müssen, weil sie optimal über die Haut aufge­nommen werden.

Hormone sind Boten­stoffe, die Körper und Psyche in jeder Sekunde unseres Lebens steuern. Obwohl sie in aktiver Form nur in winzigsten Mengen vorhanden sind, erzielen sie unter Betei­li­gung von Enzymen, Vitaminen und Mineral­stoffen sowie weiteren Cofak­toren immense Wirkungen. Dabei funktio­nieren die drei großen Hormon­re­gel­kreise – Schild­drüse, Neben­nieren und Eierstöcke bzw. Hoden – nicht unabhängig vonein­ander, sondern tauschen über das Gehirn ständig Rückmel­dungen aus.

Hormon­stö­rungen können sich in verschie­densten Beschwerden von Migräne und Gewichts­zu­nahme über Haaraus­fall und chroni­sche Erschöp­fung bis hin zu Hitze­wal­lungen und Schlaf­stö­rungen äußern, allein die Wechsel­jah­res­be­schwerden sind von Frau zu Frau (wie auch von Mann zu Mann) sehr unter­schied­lich ausge­prägt. Mit zuneh­mendem Alter werden weniger Sexual­hor­mone gebildet werden, wobei zuerst die Produk­tion des Proges­te­rons nachlässt, eines Ausba­lan­cie­rers und Gegen­spie­lers der Östro­gene. Dadurch kann eine Östro­gen­do­mi­nanz entstehen, die für viele der typischen Beschwerden im mittleren Lebens­alter verant­wort­lich ist.

Die beste Hormon­the­rapie ist natür­lich die Therapie, die den Ursachen der Dysba­lancen auf den Grund geht und diese behan­delt. Oft sind es nicht einmal so sehr die absoluten Hormon­werte, sondern Ungleich­ge­wichte im Verhältnis der einzelnen Hormone zuein­ander, die Gesund­heit und Wohlbe­finden beein­träch­tigen. Regel­mä­ßige Labor­kon­trollen der Werte sind wichtig, aber erhalten ihre Aussa­ge­kraft nur in Verbin­dung mit Ihren indivi­du­ellen Beschwerden, die Sie mit mir ausführ­lich bespre­chen können.

Vielfäl­tige Faktoren, die wir oft, aber nicht immer beein­flussen können, haben Auswir­kungen auf die hormo­nelle Situa­tion, zum Beispiel:

  • wie gut Darm, Leber und Nieren arbeiten
  • die Ernäh­rung bzw. Versor­gung mit Minera­lien, Vitaminen, Spuren­ele­menten und bestimmten Pflan­zen­in­halts­stoffen
  • wieviel wir uns bewegen
  • Medika­mente (z. B. Psycho­phar­maka, Kortison, Antibio­tika) und langjäh­riger Gebrauch von Pille bzw. Hormon­spi­rale
  • Lebens­mittel (Tiermast) und Trink­wasser, die hormo­nell belastet sind
  • Kosme­tika und Nahrungs­er­gän­zungs­mittel mit Hormon­rück­ständen
  • bestimmte Lebens­phasen wie die Wechsel­jahre oder die Pubertät, in denen es zu gravie­renden Hormon­um­stel­lungen kommt
  • unsere psychi­sche Verfas­sung (Hormone reagieren sehr empfind­lich auf Stress, Ängste, Überar­bei­tung und emotio­nale Belas­tungen).